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Indien: Kämpferischer, vielfältiger und kulturvoller Auftakt der 2. Internationale Bergarbeiterkonferenz

Zum Auftakt der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz in Godavarikani/Indien startete am 2.2 17 eine ausdrucksvolle, kämpferische Bergarbeiterdemonstration mit 6 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.  Am Sammelplatz der Demonstration üben Kultur- und Gewerkschaftsgruppen ihr temperamentvolles Auftreten ein. Zur Demonstration sind neben den internationalen Delegierten und Brigadisten Bergarbeiter aus allen  Regionen Indiens gekommen. Geprägt wird sie von den Bergarbeitern und ihre Familien aus der Region.

Dicht gedrängt geht der Demonstrationszug durch Arbeiterwohngebiete, dann durch den Stadtkern von Godavarikhani. Wie in einem Spalier stehen und sitzen die Menschen an der Seite und winken der Demonstration begeistert zu - viele Frauen und Kinder in ihren Schuluniformen sind dabei. Die internationale Prägung wird begeistert aufgegriffen, viel  gelacht und Fotos geschossen. Die Bergarbeiter und ihre Familien Godavaikhanis sind stolz darauf, dass die „2. Internationale Bergarbeiterkonferenz in ihrer Stadt stattfindet.   Bewohner schließen sich dem Zug an. Als erstes marschieren die Mitglieder der Internationalen Koordinierungsgruppe (ICG) hinter dem Konferenztransparent. Danach kommen die internationalen Delegierten mit großen Schriftplakaten, mit dem Namen ihrer Länder. Anschließend die verschiedensten Organisationen und Untergliederungen der Gewerkschaften, wie z.B. der Gewerkschaft der Goldminenarbeiter, der „contract-workers“ (Leiharbeiter) usw.  Dazwischen Kulturgruppen mit Liedern und Tänzen. Kämpferische Parolen werden gerufen.  Auffallend sind die vielen Gruppen von Frauen in ihren bunten Gewändern. Die gemeinsame Demonstration verbindet. Der kleine Lautsprecher der deutschen Brigadisten wird auch von den indischen Gewerkschaftern gerne benutzt und geht hin und her. Parolen werden ausgetauscht und gemeinsam gerufen: „Long live international solidarity“, „Miners united will never be defeated.“
Anschließend startet  die öffentliche Kulturveranstaltung mit über 2 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie wird eröffnet vom Hauptkoordinator der Internationalen Koordinierungsgruppe, Andreas Tadysiak, der die internationalen Delegierten und Anwesenden herzlich begrüßt. Es sprechen Vertreter des nationalen Vorbereitungskomitees, ICG-Mitglieder aus Indien, Kasachstan, Kongo, Peru und Kolumbien und die Vertreter der verschiedenen indischen Gewerkschaften. Die deutsche Delegation überreicht ein bedrucktes „Arschleder“ an das nationale Vorbereitungskomitee in Indien zum Dank für die geleistete Arbeit. Dazwischen immer wieder begeisternde Kulturbeiträge. Tänze nach stampfenden Trommelrhytmen, Gesänge in einem mitreissenden Wechsel zwischen Solisten und Chor. Die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer singen das Steigerlied und die Bergarbeiterhymne Santa Barbara. Beendet wird die beeindruckende Veranstaltung mit dem gemeinsamen Singen der Internationale in verschiedenen Sprachen. Ein würdevolles und stimmungsvolles Fest, das bis spät in den späten Abend andauert.