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Berichte von der Vorbereitung der 2. internationalen Bergarbeiterkonferenz Ramagundam

Brigadisten aktiv in Ramagundam/GodavariKhani
Stolz zogen die Brigadisten am Samstag abend vom ihrem Einsatz am Nachmittag in einem Bergarbeitergebiet ins „Office“ der IFTU in GodavariKhani ein, welches als Treff und Unterkunft der indischen Brigadisten dient. Sie berichten, die 2. Internationale Bergarbeiterkonferenz stößt auf ein großes Interesse in den Bergarbeitergebieten, vor allem auch der internationalistische Charakter erntet Erstaunen, Zustimmung und Begeisterung. Die Brigadisten- es sind Bergarbeiter aus der Region, wie auch Aktivisten aus anderen Regionen Teleganas und auch darüber hinaus. Es wird zusammen gegessen und gekocht. Ein Brigadist ist Leiharbeiter auf der Mine in GodavariKhani, er hat seinen Urlaub dafür genommen. 7000 Rupien knapp 100 Euro bekommt er für seine harte Arbeit im Monat. Während ein Festangestellter bei der Zeche 1400 Rupien am Tag erhält, bekommt er gerade 300 Rupien. (4,20 Euro) Ein Hungerlohn im wahrsten Sinne des Wortes.

Begrüßung des Hauptkoordinators

Am Sonntag führte die IFTU ein Aktivistentreffen mit an die 40 Gewerkschaftern als Brigadisten durch. Sie sind alle Aktivisten in ihren Zechen für die 2. Internationale Bergarbeiterkonferenz. Im Nebenraum wird die ganze Zeit geprobt: Die Kulturgruppe probt Lieder, um vor den Minen und bei den Bergarbeiterwohnungen aufzutreten. Nächte Wochen kommen noch weiter Kulturgruppen. Der Hauptkoordinator der ICG, Andreas Tadysiak, wird von ihnen herzlich begrüßt und die Kulturguppe singt ausdrucksvoll und kämpferisch 4 Lieder: „Steht auf Arbeiter von Singarini“; ein zweites Lied, das die Leiharbeiter und andere wie die Motorikscha-Fahrer auffordert, sich zu organisieren; ein Lied zu den Bauernaufständen in Telegana 1947; sowie ein Lied zu den Arbeitsbedingungen Untertage. Stolz teilt der Präsident der Gewerkschaft von Singareni, Sverinas mit, dass sie allein in der Region 30 000 Flyer einsetzen und 5000 Plakate. Es sind ständige Einsätze vor den Minen und und in den Wohngebieten, es wird dabei Spenden gesammelt. Andreas Tadisyak hält auch ein Grußwort, dankt dabei u.a. dem nationalen Vorbereitungskomitee und den vielen Aktivisten vor Ort für ihren Einsatz „ihr macht es möglich dass die 2. Internationale Bergarbeiterkonferenz so in Indien stattfinden kann“. Er zeigt sich überzeugt, dass sie dazu beitragen wird, dass die Bergarbeiter weltweit zusammenfinden und ihre Kraft für ein Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung entwickeln.

170113Bild1Die Kulturgruppe aus Bergarbeitern, Bergarbeiterfrauen und -kindern begrüßte den Hauptkoordinator mit ihren Liedern. Sie treten vor den Minen und in den Arbeiterwohngebieten auf. Sie stoßen auf großes Interesse, es bilden sich dann große Trauben vor den Zecheneingängen. Sie sammeln Spenden und werben für die Bergarbeiterkonferenz.

 

 

170123Bild2Bei ihrem Einsatz an diesem Nachmittag im Bergarbeiterwohngebiet bekamen sie 15 Spenden. Sie haben gedruckte Spendenscheine für 100 Rupien und einen Spendenblocks, in den die Spenden frei eingetragen werden.

 

 

 

  

 


170123Bild3In ganz Ramagundam und Godavarikanie prangen attraktive Straßenmalerein, die zur 2. internationalen Bergarbeiterkonferenz einladen. Er und sein Kumpel malen frei Hand nicht nur Parolen, sondern Personen und Gesichter an Mauern, ausdrucksvoll, gekonnt und mit klarem Ziel. Auf dem Smartphone ein Motivausschnitt.