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Belarus: Vielen Dank für Euer Solidaritätsschreiben

Liebe Freunde der Internationalen Bergarbeiter-Koordinierungsgruppe!
Vielen Dank für Ihre Solidaritätsschreiben! Zumal die Worte der Solidarität gerade jetzt wirklich sehr wichtig für uns sind. Es gibt jetzt eine landesweite Kampagne zur Repression der Vertreter der Arbeiter, die an der Streikwelle im August teilgenommen haben. Zunächst einmal richtet sich die Repression gegen die Leiter der Streikkomitees, die seit kurzem in Erscheinung getreten sind.

Auch in Soligorsk nimmt der Druck auf die streikenden Bergarbeiter zu. Vertreter des Streikkomitees werden entlassen und zur Befragung vorgeladen. Die Häuser einiger streikender Bergarbeiter wurden durchsucht. Die Mitglieder des Streikteams wurden über ihre künftige Entlassung informiert. Eine Kundgebung zur Unterstützung der Bergarbeiter wurde am 3. Oktober in der Stadt aufgelöst. Ungefähr 20 Personen wurden verhaftet. Auch in anderen belarussischen Unternehmen werden die Beschäftigten verfolgt: im "Naftan"-Werk (Nowopolotsk), im Belarussischen Automobilwerk (Schodino). Zwei Streikführer im Belarussischen Metallurgiewerk (Chlobin) wurden 12 Tage lang verhaftet. In Grodno wurden in den nächsten Tagen Gerichtsverfahren über fast dreißig Beschäftigte des "Azot"-Werks angesetzt, die im Rahmen des Streiks vom 25. August einen Marsch durch die Stadt organisiert hatten und von der Polizei festgenommen wurden. Wir senden auch Grüße von den Bergleuten von Soligorsk an alle Aktivisten der Internationalen Bergarbeiter-Koordinierungsgruppe! Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!