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Deutschland: Solidaritätserklärung an die Kumpel der Bergleute in handwerklichen Betrieben im Bergbaugebiet Katanga

Liebe Bergleute, ich, als ehemaliger Bergmann unter Tage in Deutschland und Hauptkoordinator der internationalen Bergarbeiterkoordinierung, sehe mich in der Pflicht, aber auch als in meinem persönliches Bedürfnis, den Kampf für die Rechte der handwerklichen Bergleute im alten Katanga von den industriellen Bergbaukonzernen und der Regierung der Demokratischen Republik Kongo zu unterstützen.

Es geht gar nicht, dass Bergleute aus den handwerklichen und traditionellen Bergbaubetrieben kriminalisiert oder gar ermordet werden. Mein Mitgefühl gehört den Angehörigen der ermordeten Bergleute und ihren Familien. Die Bedrohung und Ermordung von Bergleuten auf der ganzen Welt ist eine gefährliche Entwicklung, der wir uns entgegenstellen müssen. Dazu steht im Kampfprogramm der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung unter Punkt 6: „Wir respektieren die Aktivitäten handwerklicher und traditioneller Bergbaubetriebe, die unter Berücksichtigung des Schutzes der Lebensgrundlagen betrieben werden. Wir fordern, dass sie nicht kriminalisiert werden; dass sie sich organisieren und ihre Produktion ausdehnen können während gleichzeitig die Arbeitssicherheit verstärkt werden muss. Der Kampf der Bergarbeiter um angemessene Lebensbedingungen muss Hand in Hand gehen mit dem Kampf um den Schutz der Lebensgrundlagen.“ Über 20 Millionen Bergleute weltweit fördern und gewinnen die Schätze des Bodens unter harten und gefährlichen Bedingungen fördern und gewinnen. Die Löhne reichen oft nicht für ein anständiges Leben der Bergarbeiterfamilien, so dass auch schwangere Frauen und Kinder arbeiten müssen. Das ist eine der abscheulichsten Erscheinungsformen des Kapitalismus. Daher fordert die Internationale Bergarbeiterkoordinierung, die Erhöhung der Löhne, dass die Bergleute und ihre Familien ein anständiges Leben entsprechend der Lebenshaltungskosten ermöglicht. Wir Bergarbeiter der Welt müssen zusammen mit unseren Familien international zusammen halten und uns zusammenschließen, international kooperieren und unsere Kämpfe koordinieren, wenn wir gegenüber den internationalen Bergwerksmonopolen wie Gécamines und ihren hörigen Regierungen eine überlegene Kraft werden wollen.
Überlegt, ob ihr euch unserer internationalen Bergarbeiterkoordinierung anzuschließen wollt! Die 3. Internationale Bergarbeiterkonferenz wird 2022 in Deutschland stattfinden, zu der wir euch schon heute auffordern möchte, euch an der Vorbereitung mit zu beteiligen und daran teilzunehmen.
Wir werden über die Situation der handwerklichen und traditionellen Bergarbeiter und das Leben ihrer Familie international berichten. Bitte schickt uns Bilder von eurem Kampf, eurer Situation, eurem Leben usw., damit wir sie auf unsere Homepage stellen können.
Mit solidarischen und kämpferischen Grüßen
Andreas Tadysiak, Hauptkoordinator der internationalen Bergarbeiterkoordinierung