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Deutschland: Das ICG-Treffen verabschiedet am 6.6.19 folgende Schlussresolution

Der internationale Konkurrenzkampf der alten und neuen imperialistischen Länder und ihrer multinationalen Konzerne hat sich erheblich verschärft. Der Kapitalismus kann keines der Menschheitsprobleme mehr lösen. Alles schreit nach einer von Ausbeutung und Unter-drückung befreiten Gesellschaft, für viele in der kämpferischen Bergarbeiterbewegung ist der Sozialismus die einzige Alternative.

Das ICG Treffen stellt fest, dass internationale Konzerne wie Glencore ihre Angriffe auf die Bergarbeiter verschärfen. Im vielen Ländern wurde das Rentenniveau der Bergleute abge-senkt. In Peru müssen die Bergleute mittlerweile mit einer Rente von 30 bis 220 Euro leben. Mit dem Kampfprogramm der internationalen Bergarbeiterkoordinierung soll diese Problematik international diskutiert.
International vergiften die Bergbaukonzerne rücksichtslos das Wasser. Wasser ist lebensnot-wendig für die Menschen und für ihr Überleben auf dem Planeten. Deshalb muss der Kampf der Bergleute den Schutz des Wassers einbeziehen. Das soll auf der kommenden Europa-konferenz und allen Kontinentalkonferenzen behandelt werden.
Das ICG Treffen protestiert, dass die Bergleute der Zeche Minierè de Bakuranga im Kongo seit 150 Monaten keine vollen Löhne erhalten haben. Das sind mehr als 12 Jahre. Sie haben lediglich kleine Beträge erhalten um zu überleben. Die ICG organisiert die internationale Soli-darität und Unterstützung des Kampfs der Bergarbeiter der Mine Bakuranga.

Die ICG hat bei ihrem Treffen von der Freilassung der letzten 48 von ehemals 70 inhaftierten jungen Leute aus Jeroda (Marokko) erfahren und beglückwünscht sie für ihren Mut. Diese Söhne der Bergleute haben sich mit den Demonstrationen der Bevölkerung für die Interessen und Rechte der Bergleute und Bevölkerung solidarisiert. Sie unterstützt die Forderungen der Bevölkerung nach Ersatzarbeitsplätze die bei der Schließung des Kohlebergwerks verloren gegangen sind.
Die ICG protestiert gegen die Entlassung von Bergleuten, die eine Gewerkschaft gründen oder sich der Gewerkschaft anschließen, wie unter anderem in Marokko. Die ICG fordert das Recht der Bergleute, Gewerkschaften zu gründen und Mitglied einer Gewerkschaft zu sein.
Die ICG verteidigt die gewerkschaftliche Freiheit und Rechte aller Arbeiter.

Wir protestieren energisch gegen die zahlreichen Morde, die an einem großen Teil der Bevöl-kerung im Osten der DR Kongo begangen werden aufgrund der finsteren Manöver der inter-nationalen Monopole, die dort die reichen Bodenschätze ausbeuten und dabei buchstäblich über Leichen gehen. Wir bringen diese Verbrechen der ganzen Welt zur Kenntnis und wollen Aktionen gegen diese Schandtaten organisieren.
Die Korruption durch Konzerne, staatliche Organe, z.T. durch gekaufte Gewerkschaftsführun-gen in verschiedenen Ländern, u.a. auch in der Ukraine ist ein großes Problem. Diese Korrup¬tion geht auf Kosten der gesamten Gesellschaft. Wir lassen nicht zu, dass die erarbeiteten Werte der (Berg)Arbeiter und Werte aus Naturstoffen versickern in privaten Kanälen.

Die ICG erklärt sich solidarisch mit dem Kampf der Mineros in Peru gegen ein neues Geset-zesvorhaben, welches die Ausbeutung der Bergarbeiter verschärft, indem willkürliche Entlas-sungen gefördert, Zulagen nicht ausgezahlt und das Urlaubsgeld gesenkt wird; Sicherheitsbe¬stimmungen werden weitgehend aufgehoben und viele Bergleute in den Tod getrieben.
Dazu wurde ein Forderungskatalog an die Regierung und die Konzerne erstellt. Diese versu-chen die Kampfeinheit der Bergarbeiter zu zersetzen, sie hinzuhalten und versprechen den Forderungskatalog zu überprüfen - ohne dass etwas passiert.
Wir begrüßen den Beschluss des peruanischen Gewerkschaftsverbands FNTMMSP (Verband der Berg-, Metall- und Stahlarbeiter Perus) zur Vorbereitung und Durchführung eines General¬streiks in Peru als scharfe Waffe gegen die Willkür der großen Konzerne und ihrer Regierung.

Entsprechend unserem Selbstverständnis als internationale Bergbarbeiter-Koordinierung ver-pflichten wir uns, solche Kämpfe mit voller Kraft zu unterstützen, aus ihnen zu lernen und die Erfahrungen und Lehren an alle Bergleute der Welt weiter zugeben.
Glück Auf!