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Willkommen bei der internationalen Bergarbeiterkoordination (IMC)

Kommentar des Hauptkoordinators zu Fracking und Erdgas Artikel

Wir, die internationale Bergarbeiterkoordinierung haben folgende Zuschrift erhalten und als Hauptkoordinator der Koordinierungsgruppe habe ich folgende Anmerkungen dazu:
Wir finden den Artikel informativ, aber es fehlt der Zusammenhang zu den Plänen in den Kohlenflözen der stillgelegten Bergwerke in Europa, darunter auch in Deutschland, Fracking zu betreiben, um das darin enthaltene Gas zu fördern man hat in Deutschland zwar recht wenig von Fracking, dennoch sind die Pläne nicht vom Tisch. Die Probebohrungen dazu, gehen in Niedersachsen weiter und die Politik hat mit ihrer Gesetzgebung weitere Möglichkeiten geschaffen um Probebohrungen für Fracking zu machen.


Zweitens finden wir das Verbot der Förderung bzw. des Imports von fossilen Rohstoffen zu weitgehend. Kohlenstoffe oder Verbindung davon, sind viel zu schade zum Verbrennen. Ein großes Problem ist, wie die Rohstoffe gefördert werden und welche Auswirkungen das auf die Natur und die Lebensgrundlage der Menschen hat. Dazu schreibt das Kampfprogramm der Internationalen Bergarbeiterkoordination: „Kampf der ruinösen schrankenlosen Ausbeutung und unersättlichen Jagd nach Rohstoffreserven durch die kapitalistische Produktionsweise und der Vergeudung und Verschwendung von Rohstoffen durch internationale Bergbau- und Energiekonzerne.
Verbot des extraktiven Tage-Abbaus auf Kosten der Natur und der Bewohner! Weltweites Verbot von Fracking! Drastische Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid um der Entwicklung einer bevorstehenden Klimakatastrophe entgegen zu treten. Einsatz der Kohle als Rohstoff, statt sie zu verbrennen! Umweltgerechte Entsorgung von Giftmüll und umweltgefährdenden Stoffen und Verbot der Einlagerung in den Bergwerken! Weltweiter aktiver Widerstand gegen die drohende Umweltkatastrophe.“

Wie viel Erdgas braucht Deutschland? Gar keins!
94 Prozent des deutschen Erdgas-Gesamtbedarfs bezieht Deutschland über Pipelines aus Norwegen, den Niederlanden und anderen Ländern (Quelle). Die Bundesregierung und die EU weiten momentan die Förderung von Erdgas aus.
Die EU ist beteiligt an der pipeline "Nord Stream 2", welche russisches Erdgas in Deutschland verteilt. (Quelle)
Gegen den Erlass von Strafzöllen auf deutsche Autos verpflichtete sich EU-Präsident Juncker, den Import von US-Fracking Gas in Europa "massiv zu erhöhen" (Quelle). Dazu gehört der Bau des ersten LNG-Terminals in Deutschland. Durch die LNG-Technik (LNG: liquefied natural gas) wird Erdgas verflüssigt, verdichtet und kann so in großen Mengen ohne pipelines transportiert werden. LNG verschlechtert die Klimabilanz durch die komplizierten Verflüssigungs- und Regasifizierungsprozesse. Das Betreiberkonsortium des Projekts in Brunsbüttel, die German LNG Terminal GmbH, hat 'derzeit kein Interesse' daran, ihr Projekt in den Medien zu sehen. Der Zusammenhang zum anstehenden Massenimport von Fracking-Gas soll verschleiert werden (Quelle).
Der Zusammenschluss der Initiativen gegen Gasbohren kritisiert aktuell in einem Offenen Brief: an die Regierungen und Behörden der Förderländer, dass Erdgas keinesfalls eine "Brücken"-Energie sei,. Im Gegenteil - LNG-Erdgas aus Fracking-Erdgas ist sogar ein Beschleuniger des Klimawandels. Gefordert wird "der schnellstmögliche Ausstieg aus der Förderung von Kohlenwasserstoffen in Deutschland, die Aufrechterhaltung des Verbotes der Fracking-Förderung von Erdgas aus Schiefergestein auch über 2021 hinaus, der schnellstmögliche Aufbau einer dezentralen, regional basierten regenerativen Energieversorgung." (Quelle)