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Ukraine: Die Kiewer Presse hat die Grube Butowka „Grube des Todes“ getauft

Die WAZ von 18.12.18 berichtet darüber, wie der Krieg in der Ukraine die Umwelt vergiftet: Giftstoffe und Atommüll drohen das Donbas in totes Land zu verwandeln. Schon vor dem Krieg plante die Ukraine, zwei Drittel der 127 Zechen im Donbas still zu legen. Inzwischen arbeiten nur noch 55 Zechen. Nach Angaben des ukrainischen Ministeriums für die besetzten Gebiete sind im Kriegsgebiet 65 Zechen geflutet worden, oder werden gerade geflutet. Das heißt, die Pumpen wurden abgeschaltet, die den Spiegel des Grubenwassers stabil halten.

Auf über 22 Zechen im Kriegsgebiet stieg der Wasserspiegel im Schnitt um mehr als 83 Meter. Laut dem Kiewer Hydrogeologen Jakowlew dringt das Grubenwasser schon jetzt vielerorts in Erdschichten ein, in denen es sich mit Grundwasser vermischt. „In fünf bis 12 Jahren wird das stark mineralisierte und verschmutzte Grubenwasser die Brunnen, Quellen und Flussläufe erreichen“. Nach der Einschätzung Jakowlews sind 88 Prozent der unterirdischen Trinkasserreserven des Donbas ungenießbar. „Die Region“ sagt er „wird für Menschen nicht mehr bewohnbar sein“. In der Grube „Junger Kommunarde“ stieg das Grubenwasser um 4,6 Meter. In einem Streb dieser stillgelegten Grube lagert eine Kapsel mit dem radioaktiven Restmüll einer experimentellen Atomexplosion aus dem Jahr 1979. Jakowlews Arbeitsgruppe rechnet damit, dass diese Kapsel 2019 unter Wasser gerät. Es sei nicht auszuschließen, dass radioaktive Partikel auch im Trinkwasser landen.