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Indien: Internationale Solidarität mit den zu Unrecht verurteilten Arbeitern bei Maruti-Suzuki

Wir veröffentlichen hier eine Protestresolution, die auf der Website www.iaar.de erschien:

Wir protestieren aufs Schärfste gegen die skandalöse Verurteilung von 13 Streikaktivisten und Führern der Gewerkschaft der Maruti-Suzuki-Arbeiter zu lebenslanger Haft und weitere 18 Arbeitern zu langjähriger Haftstrafen durch Richter R.P. Goyal in Gurgaon/ Indien vom 18. März 2017!

Der Kampf der Arbeiter von Suzuki-Maruti in Manesar/Indien steht weltweit für erfolgreichen Kampf
um gewerkschaftliche Organisierung und die Einheit von „Stamm“beschäftigten und Zeitarbeitern. In jahrelangen Protesten und Streiks setzten sie mit Mut, Herz und Standhaftigkeit die Gründung ihrer Gewerkschaft der Arbeiter bei Suzuki-Maruti (MSWU) am 1. März 2012 und Verhandlungen über eine "Charta der Forderungen" ab April 2012 zur Abschaffung des Vertrags- und Zeitarbeitersystems durch!

Gegen den erfolgreichen Aufbau der Gewerkschaftsorganisation und zum Boykott der Verhandlungen organisierte das Management eine Reihe von Provokationen mit dem Höhepunkt einer fingierten Entlassung eines Arbeiters, der sich gegen diskriminierende Beschimpfungen eines Vorgesetzten wehrte. Der darauf folgende Streik der gesamten Belegschaft für seine Wiedereinstellung sollte mit brutaler Gewalt von 200 „Türstehern“ (Schlägerbanden) sowie Polizeikräften niedergeschlagen werden. Ohne jeden Beweis werden die Arbeiter für den bei diesen Kämpfen ums Leben gekommenen Personalmanager Awanish Kumar Dev verantwortlich gemacht. 148 Streikführer wurden als „Terroristen“ verleumdet und saßen vier Jahre ohne jede Verhandlung im Gefängnis! Fast alle der 2500 Arbeiter wurden illegalerweise entlassen und die Belegschaft nahezu ausgewechselt.

Diese Kriminalisierung ist ein Angriff auf die Maruti-Suzuki-Arbeiter und ihre Familien, auf die indische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung und auf uns Automobilarbeiter weltweit. Der Versuch des Suzuki-Konzerns, zusammen mit der faschistischen Modi-Regierung die gewerkschaftliche Organisierung zu bekämpfen, wird scheitern! Die Arbeiter lassen sich nicht einschüchtern: Am 18. März streikten 30.000 Arbeiter in fünf Suzuki-Maruti-Werken unmittelbar nach der Urteilsverkündung für eine Stunde. Zuvor boykottierten 100 000 Arbeiter der Region das Mittag- und Abendessen. Für den 4. April wird ein nationaler Protest-Tag vorbereitet.

Die Internationale Automobilarbeiterkoordination ruft auf:
Organisiert die Solidarität mit den Verurteilten Automobilarbeitern von Maruti-Suzuki!
Freiheit für die verurteilten Suzuki-Maruti Arbeiter – Finanzielle Kompensation für die unrechtmäßig bis zu 31 Monate inhaftierten Arbeiter!
Werdet Mitglied in der Internationalen Automobilarbeiterkoordination zur konzern- und länderübergreifenden Zusammenarbeit und Koordinierung unserer Kämpfe!
Für die Internationale Automobilarbeiter-Koordination Carlos Luiz Prates Mancha (Brasilien), Diego Rejon Bayo (Spanien) Jörn Kleffel (Deutschland)
Solidaritätsschreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Kopie bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Automobilarbeiterkoordination)