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Peru: Bergarbeiter, Bevölkerung brauchen angemessene Lebensbedingungen und Arbeitsplätze

Glencore, einer der größten internationalen Bergbaukonzerne betreibt in Espinar in der peruanischen Region Cusco die riesige Kupfermine Antapaccay im Tagebau. Dazu wurden in 4000 Meter Höhe ein Krater von vielen tausend Hektar aufgerissen. Die Sprengungen wirbeln Milliarden von Staubpartikel über das ganze Land. Und in unmittelbarer Nähe der Mine leben mehr als 8.000 Menschen von Ackerbau und Viehzucht. 3.000 Bergleute arbeiten in der Mine.

Viele davon sind Zeitarbeiter. Die Armutsquote liegt in der Provinz bei über 60%. Weder Infrastruktur, noch Zugang zu medizinischer Versorgung, sozialen Einrichtungen und zu sauberem Trinkwasser, fehlen den Menschen um die Mine. Das saubere Wasser wird in großen Mengen für den Kupferabbau verwendet. Durch die Verseuchung des Wassers ist das Blut der Bevölkerung stark mit Schwermetallen vergiftet. Amnesty International untersuchte in elf Dörfern zwischen 2018 und 2020 die Bevölkerung, demnach waren 78% der getesteten Personen von Vergiftungen durch Schwermetalle betroffen. Die Bevölkerung klagt den Konzern als Verursacher an, besonders die Lagerung hochgiftiger Abfälle, einige hundert Meter entfernt vom Minengelände. Trotz Klagen der Bevölkerung und leeren Versprechungen von Glencore, hat sich an der medizinischen Versorgung und den Zugang zu sauberem Trinkwasser nichts geändert. Der Schweizer Bergbaukonzern Glencoure wurde auch in anderen Minengebieten der Welt bekannt für seine verbrecherischen Methoden. So werden Umweltkämpfer und Aktivistinnen und Aktivisten eingeschüchtert und durch die Justiz verfolgt. Durch faktische Enteignung der Anwohner soll nun in Espinar die Mine erweitert werden. Die Internationale Bergarbeiterkoordinierung steht für den Kampf gegen die ruinöse und schrankenlose Ausbeutung, sowie die unersättliche Jagd nach Rohstoffreserven durch die kapitalistische Produktionsweise und sie setzt sich auch gegen die Vergeudung und Verschwendung von Rohstoffen durch internationale Bergbaukonzerne und Energieunternehmen ein. Sie verurteilt die rücksichtslose und zügellose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig fordert die Internationale Bergarbeiterkoordinierung, dass der Kampf der Bergarbeiter um ihre Arbeitsplätze und Arbeitssicherheit Hand in Hand mit dem Kampf zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen gehen. Der internationale Bergbaukonzern Glencore ist für die gigantische Umweltzerstörung durch die Kupfermine Antapaccay und die Zerstörung des Lebensraums der Menschen verantwortlich und muss zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichzeitig muss der internationale Bergbaukonzern Glencore für die Minenarbeiter gleichwertige Ersatzarbeitsplätze bereitstellen.