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Peru: Streik der Bergarbeiter geht weiter

Nach dem die Bergarbeitergewerkschaft FNTMMSP den am 10. September begonnenen unbefristeten landesweiten Streik ausgesetzt hat, wird er wieder aufgenommen. Denn die Bergbaukonzerne weigern sich weiterhin über die Forderungen der Bergarbeitergewerkschaft auch nur zu verhandeln. In einzelnen Bergwerken wurde der Streik bereits wieder neu aufgenommen.In der Eisenmine Shougang streiken seit Montag 855 Bergleute.

Sie twittern dass "das chinesische Unternehmen nur eine Lohnerhöhung von 1,9 Soles pro Tag akzeptieren will (das sind aktuell rd 51cent), während die Gewinne aufgrund der Preissteigerungen für Eisen um 237% gestiegen sind. Die Arbeiter dort fordern eine Erhöhung um 7,9 Soles (das sind ca 2,14 Euro)". Wir stehen eng an der Seite unserer peruanischen Kumpel, sie sind nicht allein! Auf unserer Homepage www.minersconference.org sind viele Solidaritätserklärungen aus aller Welt mit dem Streik der peruanischen Kumpel eingegangen.
Perus größter Bergbau-Fachkongress Perumin begleitet von Streiks und Protesten. Der 34. Bergbaufachkongress Perumin begann am Montag in Arequipa mit der Wiederaufnahme des Streiks der Bergarbeitergewerkschaft FNTMMSP und neuen Protesten gegen das Kupferprojekt Tia Maria, der Minengesellschaft Southern Copper, der Grupo Mexico. Das Kongresszentrum Cerro Juli wurde von Polizei schwer bewacht, um Demonstranten den Zugang zu verwehren. Mit Parolen "Agro yes, no mine" fodern die Demonstranten das Bergbauprojekt sofort zu stoppen. Seit Baubeginn 2015 protestierten die Umweltschützer gegen Kupfertagebau Tia Maria. Bei den Protesten gab es bereits 3 Tote und mehr als 300 Verletzte. Die Bauern im Tambo Valley, in der Provinz Arequipa, Islay, befürchten, dass die Bergbauaktivitäten das knappe Wasser, das sie zur Bewässerung ihrer Ernten benötigen, verunreinigen werden.In der Presse wird berichtet, dass ein Referent auf diesem Fachkongress den Widerstand gegen den Bergbau als "organisierte Kriminalität" verunglimpft. Dahinter würden Köpfe stecken, die solche Konflikte planen, internationale NGO's, Unternehmen und Länder. Als einen Beweis führt er an, dass Journalisten mit verschlüsselten e-mails zusammengerufen werden, um sie dann für die "Verteidigung ihrer Interessen" auszubilden. Das ist einer von vielfältigen Versuchen, die Proteste öffentlich zu kriminalisieren. Es zeigt aber auch die Angst der Bergbaumonopole und des peruanischen Staates vor einem weiteren Aufschwung der Kämpfe.