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Peru: Bergarbeitergewerkschaft schreibt zur Situation der Bergleute

Das Treffen der peruanischen Arbeitsministerin Silvia Cáceres letzten Mittwoch war von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Die Delegation der FNTMMSP musste vier Stunden warten, ohne das Treffen abzusagen. Die Bergleute sollen mit Gewalt und Repression eingeschüchtert werden. Dagegen und auch gegen die verstärkten Angriffe in den Bergwerken protestiert die FNTMMSP. Sie kritisiert auch die Ignoranz der Bergbauunternehmer gegenüber den Forderungen der Bergleute.

Bei Glencore wurden die betrieblichen Tarifverhandlungen unterbrochen und 320 Bergarbeiter unbefristet freigesetzt. Glencore bietet Abfindungen bei Kündigung an. Bei Buenaventura Unidad Uchucchacua wurden mehr als 200 Leiharbeiter gekündigt, 1.500 bei Unidad Orcopampa; bei Barrick werden 700 Bergleute mit Entlassung bedroht, für „freiwillige“ Kündigungen werden Abfindungen angeboten; über 1.000 Bergleute sollen bei Southern Peru individuelle Tarifverträge abschließen und aus aus der dort größten Gewerkschaft (SUTAX) rausgebrochen werden; San Ignacio von Morococha SIMSA hebt ersatzlos den Tarifvertrag für 500 Bergleute auf. 30 Tote bei Unfällen in den Minen machen das Problem der Arbeitssicherheit deutlich. Obwohl die Bergbauunternehmen außergewöhnlich hohe Gewinne abschließen und zusätzlich Steuervergünstigungen erhalten. Die FNTMMSP unterstreicht deshalb die Notwendigkeit der einheitlichen Vertretung und branchenweiter Verhandlungen über die zentralen Forderung des nationalen Streiks. Sie klagen die Regierung an, mit den Bergbauunternehmen gemeinsame Sache zu machen. Zur Zeit streiken nur die Bergleute in der Eisenmine Shougang in Marcona zur Durchsetzung betrieblicher Forderungen. Nächste Woche am 11. Oktober sollen weitere Schritte auf einer landesweiten Gewerkschaftsversammlung beschlossen werden. Unsere Solidarität gilt unseren Bergarbeiterkumpel und den Freunden der Gewerkschaft FNTMMSP.