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Größte regionale Umweltkatastrophe Brasiliens

Vale und BHP Billiton schuld an Umweltkatastrophe.

Im Südosten Brasiliens brachen vor zwei Woche zwei von 450 Staudämme von Erzbergwerken in den Bergen von Minas Gerais. Auslöser war ein kleines Erdbeben. Mindestens 11 Tote und 20 Vermisste waren zu beklagen. Mehr als 600 Menschen verloren ihr Zuhause. Insgesamt sind 15 Millionen Menschen von diesen Staudammbrüchen betroffen, denn der Schlamm verseucht das Trinkwasser der Menschen und Tiere. Aus dem Rückhaltebecken von Samarco haben sich 5 Millionen Tonnen giftige Wassermassen in einer Schlammlawine zu Tal gewälzt. 666 Flusskilometer des Rio Doce sind biologisch tot. Die Mündungsregion im Atlantik ebenfalls.Umweltschützer gehen davon aus, dass es über 100 Jahre dauern wird, bis sich das Ökosystem von dieser Katastrophe erholt hat.

Diese 8 km lange Schlammlawine schob über 400 km auf den Atlantik zu. Die ganze Dimension der Folgen dieser Dammbrüche sind bis jetzt noch gar nicht abschätzbar für die zahlreichen betroffenen Dörfer, die Umwelt und die Wasserversorgung. In den Tagesthemen (28.11.15) wurde die Behauptung von PHP Billington verbreitet, dass die Klärschlämme für Menschen ungefährlich seien.

Die hoch kontaminierenden Bergbauabfälle (mit Arsen, Zink, Kupfer und Quecksilber) in Staudämmen zu halten ist ein Risiko für Mensch und Natur. Denn es wird das Grundwasser verschmutzt, der Wind verweht den Oberflächenstaub aus der zu Paste gewordenen Abfälle in weite Entfernungen. Weitere Staudämme weisen Risse auf.

Das Minenprojekt Samarco wird von dem britischen Bergbaukonzern BHP Billiton und der australisch-brasilianischen Minengesellschaft Vale gemeinschaftlich betrieben. Inzwischen kam auch ans Tageslicht, dass die Bergbaugiganten aus lauter Profitgier auch die Abwässer nicht behandelt haben. Die Eisenerzlagerstätten in Brasilien gehören zu den ergiebigsten der Welt. Der Bergbaukonzern Vale investiert – wie auch Rio Tinto in Mosambik, um dort neue Vorkommen von Eisenerz, Mineralsanden und Graphit profitbringend auszubeuten auf Kosten von Mensch und Natur.