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Peru: Kleinbäurin wehrt sich gegen US-Minenkonzern

Máxima, peruanische Kleinbäuerin, im Widerstand gegen US-Minenkonzern

2011 erlaubte die peruanische Regierung dem US-Konzern 'Newmont Mining', fast 30 Quadratkilometer Land und vier Seen zu zerstören, um Gold und Kupfer abzubauen. Die Bewohner sollen ihre Häuser verlassen – auch Máxima.

Seitdem weigert sie sich standhaft, ihr Land aufzugeben. Sie baut darauf Kartoffeln an und züchtet Meerschweinchen. 2011 schlagen Polizisten Máxima und ihre Tochter bewusstlos. Im Auftrag des Konzerns werden immer wieder Teile ihres Hauses zerstört. Die Firma verklagt Máxima wegen Landbesetzung. Im Mai dieses Jahres bekommt sie vom Obersten Gericht in Peru Recht, doch der juristische Streit geht weiter.

In ihrer Heimat ist Máxima Acuña zu einer bedeutenden Frau des Widerstands geworden. Mehr als 150.000 Unterschriften wurden gegen die Zerstörung des Landes gesammelt. 'Newmont Mining' behauptet nach wie vor, Eigentümer des Landes zu sein. Nun untersucht die peruanische Staatsanwaltschaft diese Vorfälle. Bis dahin muss Máxima jeden Tag ihr Haus gegen den Konzern verteidigen.

Maxima Acuña steht für viele Frauen, die gegen die Profitgier mächtiger Bergbaukonzerne Widerstand leisten, oft an der Seite vieler anderer Menschen, Bergleuten, Bauern, Umweltschützer. Bergbau kann auch anders mit der Natur und den Menschen, wie im Untertagebau und ohne Gifte wie im handwerklichen Bergbau. Das zeigten eindrucksvolle Berichte auf der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz 2017 in Indien.