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100 Tote nach Erdrutsch in Myanmar

In der Bergwerksregion Kachin im Norden von Myanmar sind mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen. Der Dorfvorsteher der Ortschaft Hpakant, Tint Swe Myint, berichtet: «Wir haben mehr als 90 Leichen geborgen». Regenwasser habe einen 300 Meter hohen Hügel mit Aushub aus der örtlichen Jademine ins Rutschen gebracht. Das Wasser habe den Fuß des Hügels weggewaschen, erläuterte der Dorfvorsteher. Daraufhin sei die Abraumhalde in Bewegung geraten. Mehr als 50 Hütten wurden fortgerissen. „Die Menschen schliefen gerade, als der Erdrutsch begann. Deshalb liegen nun viele unter ihren Häusern begraben."

Mehrere Dutzend Menschen werden noch vermisst. Die Arbeiter in den Jade-Minen schuften unter lebensgefährlichen Bedingungen. Im März waren bei einem Erdrutsch in der Nähe der Jade-Minen mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Neben Gold wird In der Region auch mindestens 70 Prozent der weltweiten Jade abgebaut. In Myanmar trägt die Jade-Produktion beinahe zur Hälfte des Bruttoinlandsprodukts bei. Von den Erträgen aus der Jadeproduktion profitierten nur wenige. Das Geschäft werde „von einer Schurkenriege früherer Generäle, .... von Drogenbaronen und Ganoven mit Waffen kontrolliert", heißt es in dem Report der Anti-Korruptionsorganisation Global Witness.