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An die streikenden Bergarbeiter in Indien

Hallo Bergleute, ich habe von der IFTU welche Mitglied in der internationalen Bergarbeiterkoordinierung ist von eurem dreitägigen Streik gegen die geplante Privatisierung von 41 Kohleabbaugebieten in 5 Bundesstaaten gehört. Ich bin Hauptkoordinator der internationalen Bergarbeiterkoordinierung und ehemaliger Bergmann unter Tage im Steinkohlenbergbau, ihr habt meine vollste Solidarität in eurem Kampf.

Wir finden eure Forderungen, die Bergwerke nicht zu privatisieren, den Untertagebau nicht zugunsten des Übertagebaus zu beenden und Stammbelegschaft anstelle der Vertragsarbeiter einzustellen, sowie der Kampf gegen Sonderbestimmungen zu schaffen, voll berechtigt. Es entspricht unserem Internationalen Kampfprogramm indem es heißt:”Das Merkmal der Ersetzung von regulären Arbeitsplätzen durch Leiharbeit und Outsourcing ist zu einem bestimmten Phänomen, auch in der internationalen Bergbauindustrie geworden. Um ihre Profite zu maximieren, greifen die Kapitalisten zur Reduzierung der Lohnanteile am Umsatz . ... Kämpft gegen die Splatung – es gibt keine Arbeiter erster, zweiter oder dritter Klasse! Wir kämpfen für die Übernahme der Leiharbeiter in die Stammbelegschaft genauso wie gegen die Ausdehnung der Leiharbeit! Wir kämpfen für die Abschaffung von Wetrksvertragsarbeit imRahmen der normalen Bergwerkstätigkeit und Outsourcing. Ich wünsche euch und euren Familien viel Kraft und Durchhaltevermögen. Wie euch geht es vielen der über 20 Millionen Bergleute auf der Welt, die die Schätze des Bodens unter harten und gefährlichen Bedingungen fördern und gewinnen, aber unter sehr schlechten Lebensbedingungen leiden. Hier in Deutschland wurden die letzten Steinkohlezechen geschlossen und über 250 Bergleute, die noch bei der RAG/RAG Stiftung arbeiten, wurden gekündigt. Auch sie kämpfen mit uns zur Zeit um ihre Arbeitsplätze und der Unternehmenspolitik der verbrannten Erde. Das Prinzip unserer Bergarbeiterkoordinierung ist, dass wir Bergarbeiter und unsere Familien international kooperieren und unsere Kämpfe koordinieren, wenn wir gegenüber den internationalen Bergwerksmonopolen und ihren Regierungen eine überlegene Kraft werden wollen. Auf unserer Gründungskonferenz 2013 in Arequiepa/Peru beschlossen wir: „Immer weniger ist es heute möglich, isoliert voneinander und lokal beschränkt sich gegen die internationalen Bergbaumonopole durchzusetzen. Was wir brauchen ist die Einheit der Arbeiter weltweit.“ Nur auf der Basis von konkreten Forderungen und Zielen, die im Kampf gegen die Regierungen und Konzerne erreicht werden, kann eine solche Koordinierung voranschreiten. Von den rechten Regierungen und ihren verlogenen Versprechungen haben wir nichts zu erwarten – wir müssen uns selbst um uns kümmern! Ich möchte euch ermutigen, euch uns an zu schließen und bei uns mit zu machen. Wir können voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen. Herzliche solidarische Grüße und Glück Auf Andreas Tadysiak, Hauptkoordinator der internationalen Bergarbeiterkoordinierung