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Ukraine: Kampf um Löhne geht weiter

Im Mai 2017 begannen in der Ukraine die bisher größten Arbeiterproteste des 21. Jahrhunderts. Die Bergarbeiter von verschiedenen Zechen forderten eine Lohnerhöhung von 1000 $ für Schwerarbeiter. Damit würden sie auf das Lohnniveau von 2012 kommen. Diese Proteste und Streiks wurden in unterschiedlicher Intensität bis Mitte Oktober fortgeführt.

Am 16. Oktober erhielten wir aus der Ukraine von einem Bergarbeiter die Nachricht, dass der Streik vorübergehend unterbrochen wurde. Der Grund ist ein Teilerfolg. Die Bergwerksgesellschaft hat 3 Millionen UAH ( Ukrainischer Währung) was ungefähr 960.000 € entspricht für die Lohnauszahlungen zurückgestellt. Diese Lohnanweisung ist allerdings nur für die Löhne bis Juli 2017 gemacht. Für August und September, sowie für die weiteren Lohnzahlungen liegen noch keine Ergebnisse vor. Darüber sind besonders die Bergleute von der staatlichen Zeche "Volynivugillya" empört. Eine ebenso extrem komplizierte Situation besteht auf den Zechen SC "Selidovvugillya" und "Lisichanskugol". So ist zu erwarten, dass die Bergarbeiter des staatlichen Bergbauunternehmens "Lisichanskvugillya" in den kommenden Wochen den Streik wieder aufnehmen.

Soweit die aktuellen Informationen des Bergarbeiters aus der Ukraine. Die international meines coordination IMC wird weiter über den Verlauf dieser wichtigen Auseinandersetzung berichten, die Solidarität organisieren und nach Kräften die Kämpfe koordinieren.