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Infobrief Nr. 5 der ICG

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Ich melde mich bei euch in einer Situation, die die Notwendigkeit und die Chancen der weiteren Festigung und des weiteren Aufbaus der Internationalen Bergarbeiterkoordinierung deutlich unterstreicht:
In Indien haben am 6.1.2015 rund 700 000 Bergarbeiter landesweit gestreikt. Pressemeldungen zu Folge ist war das der größte Streik in Indien seit 1974. Anlass der Streiks ist die von der reaktionären indischen Regierung geplante Privatisierung der Kohlebergwerke. Die Forderungen der indischen Bergleute sind unter anderem die 35 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich, soziale Absicherungen auch für die Leih- und Kontraktarbeiter, Kompensation für die Leute, denen für den Tagebau ihr Land abgenommen wird. Das haben sie zum großen Teil erstmal verhindert.


Ebenfalls in den letzten Monaten gab es wichtige Streiks der Steinkohlebergleute in Polen, die erfolgreich das „Outsourcing" von Teilen der Belegschaft verhindert haben.
Schließlich werden zur Zeit in Peru Kämpfe der Bergleute gegen arbeiterfeindliche Arbeitsgesetze der Regierung und in Kolumbien gegen Maßnahmen zur Steigerung der Ausbeutung durch die Rohstoffkonzerne vorbereitet.
In verschiedenen Ländern wurde unser Aufruf zum Weltumwelttag Anfang Dezember aktiv verbreitet. In Lima (Peru) beteiligten sich rund 1000 Bergleute an der Demonstration gegen den sogenannten Umweltgipfel der UNO.
Zu der bevorstehenden ICG Sitzung:
Pradeep schrieb mir am 7.1., dass sie darum bitten, die ICG Sitzung Ende April nicht in Indien durchzuführen. Seine Gewerkschaft hat ihren gesamtnationalen Jahreskongress bis Mitte April und sie können daher nicht genügend Kräfte bereit stellen, die die Sitzung sorgfältig vorbereiten.
Ich schlage daher vor, das Treffen statt in Indien in Deutschland in Gelsenkirchen durchzuführen. Als Termin schlage ich die gleiche Woche wenige Tage später vom 23. bis 25. April vor. Das bedeutet, ihr müsst spätestens am 22.4. morgens in Gelsenkirchen sein.
Da in euren Rückmeldungen ihr alle bestätigt habt, dass ihr in dieser Woche kommen könnt und da die Zeit zur Beantragung der Visa und Flugtickets drängt erhoffe ich mir eure Zustimmung.
Weiter schlage ich vor, dass eure Stellvertreter berechtigt sind, ohne Stimmrecht an dem Treffen teilzunehmen. Aus Polen möchte ich den zweiten Europakoordinator Kristoph ebenfalls als Gast ohne Stimmrecht einladen.
Bitte meldet mir zurück, wenn ihr zu einem meiner Vorschläge Bedenken habt oder andere wichtige Hinweise zu der 3. ICG Sitzung.
In der Anlage schicke ich euch noch eine offizielle Einladung zu der Tagung in Gelsenkirchen / Deutschland und meine Vorschlag für die Tagesordnung.
Die anderen nötigen Unterlagen (Verpflichtungserklärung, Krankenversicherung) senden wir jedem von euch einzeln zu. (nur für Eugene: Du müsstest dich nach Aussage unserer Rechtsanwälte für das Visum vorab mit Rechtsanwalt Jespers in Belgien in Verbindung setzen. Email-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, broederminstraat 38, B – 2018 Antwerpen)
Bitte meldet euch zurück, was ihr zu meinen Vorschlägen meint, von wann bis wann ihr nach Deutschland kommt, welchen Flug ihr vorschlagt, welche Vorschläge ihr zur Finanzierung habt.
Bitte macht bereits jetzt einen Termin bei der für euch zuständigen deutschen Botschaft aus zwischen dem 2. und dem 6. Februar. Wir werden euch rechtzeitig alle erforderlichen Unterlagen zusenden.
Mit herzlichem Glück Auf
Andreas