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Kolumbien: Gruß an die Koordinierung der 2. IMC

von Javier Santender/Kolumbien.

Javier ist Mitglied der Leitung der Gewerkschaft Sintraenergetica in dem großen Bergbaugebiet ITG.

„Es hat große Bedeutung, dass der Bereich der Bergarbeiter gestärkt wird, Hand in Hand mit dem Volk und den anderen Arbeitern. Nur so gelingt es, unsere Rechte einzufordern und verlorene Rechte wieder zu erlangen, die uns zustehen. Dies in einer Welt, von der wir wissen, dass sie eigentlich uns allen gehört und nicht dieser kleinen Elite, die vorgibt, dass die ganze Welt nur ein Traum für sie sei. Die Arbeiterklasse ist der Motor der Entwicklung weltweit und geht einher mit den Kämpfen des Volkes. Ich denke, die zweite Konferenz der Bergarbeiter entspricht genau den wichtigsten Elementen für die Kämpfe der Arbeiter, um ihnen Gehör zu verschaffen und sie stark zu machen!"

Als Bestandteil der Vorbereitung der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz machen die Gewerkschaften Sintracarbon und Sintraenergetica eine Kampagne in Kolumbien zur Anklage gegenüber den ganzen Missständen im kolumbianischen Bergbau. Sie berichten:

Die Arbeitsbedingungen und die Ausbeutung haben sich extrem verschärft. Bei Drummond/USA, dem zweitgrößten Bergbaukonzern in Kolumbien, sind zum Beispiel derzeit 1000 von 8000 Arbeitern krank. Es gab große Streiks in Kolumbien, jetzt sind solche Streiks illegal. Das Outsourcing führt zur Spaltung der Belegschaften. Ausgedehnt hat sich auch das Modell von sogenannten Dienstleistungsunternehmen, die Leiharbeiter vermitteln. Wenn sich diese Leiharbeiter in den Gewerkschaften organisieren, werden sie einfach rausgeschmissen und die, die sich nicht organisieren, werden in der Regel fest eingestellt. Das alles dient der Spaltung.

Die Kampagne beinhaltet auch den Widerstand gegen die Zerstörung der natürlichen Umwelt und der Lebensgrundlagen der Massen: in Kolumbien werden vor allem ganze Flüsse umgeleitet, um Tagebau zu machen. Außerdem hat der El-Niño die Wirkung, dass eine ungeheure Dürre entstanden ist. Es gibt dagegen in verschiedenen Bereichen Widerstand, aber der Staat unterstützt uneingeschränkt die multinationalen Konzerne. Es wurden Tausende Arbeitsplätze vernichtet und die kleinen Bergbaubetriebe werden kriminalisiert.

In diesem Sinne erwarten die kolumbianischen Bergleute sehr viel von der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz, dass davon ausgehend weltweiter Druck auf die Bergbaumonopole erfolgt.
Die internationale Koordinierung der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz begrüßt eure Kampagne und wird sie nach Kräften unterstützten und bekanntmachen.
Glück AUF