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China: Bei einem Grubenunglück wurden 22 Bergleute verschüttet

Nach einer Explosion in einer Goldmine wurden in der Provinz Shandong in China 22 Bergleute verschüttet. Nach mehr als einer Woche konnten Retter nach einer Bohrung Klopfgeräusche hören. Die eingeschlossenen Bergleute konnten an einer Leine eine Nachricht an die Retter übermitteln. Darin stand, dass von den 22 Bergleuten noch 12 am Leben sind. „Wir brauchen dringend Medikamente, Schmerzmittel, medizinisches Klebeband, entzündungshemmende Medikamente, und drei Leute leiden an hohem Blutdruck“, schrieben die in 600 Meter Tiefe festsitzenden Bergleute.

Der Schreiber der Nachricht warnte die Helfer zudem, dass vier der Bergleute verletzt und sie alle von Wasser umgeben seien. „Wir wünschen uns, dass die Retter nicht aufgeben, damit wir weiter hoffen können. Danke“, hieß es in der Nachricht. Bei der Explosion am 10. Januar war der Ausstieg aus dem Schacht verschüttet worden, das interne Kommunikationssystem wurde schwer beschädigt. Es dauerte 30 Stunden, bis das Unglück überhaupt gemeldet wurde – wegen dieses Versäumnisses mussten mittlerweile zwei politisch Verantwortliche ihre Posten räumen. Das Unglück weckt Erinnerungen an das Grubenunglück von San Jose in Chile 2010. Damals waren 33 Minenarbeiter nach 69 Tagen aus 700 Meter Tiefe gerettet worden. Über eine Milliarde Menschen verfolgten damals live im Fernsehen die 22 stündige Rettung. Erst im Dezember waren es in der südwestchinesischen Metropole Chongqing nach einem Gasleck zu einem Minenunglück gekommen, dabei kamen 23 Bergleute ums Leben. Im September kam in einem anderen Bergwerk in derselben Stadt 16 Bergleute durch eine Kohlenmonoxidvergiftung ums Leben. In Chinas Bergwerken kommen immer wieder Bergleute ums Leben. Die Minenkonzernen gehen in ihrer Gier nach immer mehr Profit über Leichen und zerstören dabei auch die Lebensgrundlagen der Menschen. Es gibt über 20 Millionen Bergarbeiter weltweit, die die Schätze des Bodens unter harten und gefährlichen Bedingungen fördern und gewinnen, aber ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen sind sehr schlecht. Damit die Schätze des Bodens, des Wassers und der Lüfte denen gehören, die sie durch ihre Arbeit erschließen, ist es notwendig, dass die Bergarbeiter zusammen mit ihren Familien international kooperieren und ihre Kämpfe koordinieren, wenn sie gegenüber den internationalen Bergwerkskonzernen und ihren Regierungen eine überlegene Kraft werden wollen. Deshalb werdet Teil der Internationalen Bergarbeiterkoordination und beteiligt euch an der Vorbereitung und Durchführung der III. Internationalen Bergarbeiterkonferenz 2022 in Deutschland.