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Deutschland: Auftaktkundgebung 12.11.16 in Bottrop Beitrag von Jordanis Georgiou

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Umweltfreunde In Ptolemaida befinden sich die größten Braunkohle Reserven im Balkan. Die 6,7 Mrd. tonnen Reserven reichen für mehr als 50 Jahren. Die Braunkohle wird ausschließlich im Tagebaugefördert. In 5 großen Kraftwerken wird die Kohle für die Erzeugung von Strom verbrannt. Jährlich gelangen dadurch 40 Millionen Tonnen Kohlendioxid, 140 000 Tonnen Schwefeldioxid und über 8 Tonnen andere giftige Stoffe wie Quecksilber, Arsen, Cadmium, Chrom in die Umwelt. Die Braunkohle sowie die Steinkohle ist ein wertvoller Rohstoff für die kommenden Generationen und ist für die Verbrennung viel zu schade letztlich ein Verbrechen an die Natur und der Menschheit.

Täglich sind die Arbeiter Asche, Staub und dicken Rauchwolken die aus der Verbrennung der Kohle kommen ausgesetzt. Die Lebenserwartung eines Bergarbeiters ist bei 67 Jahren, im Vergleich dazu in ganz Griechenland liegt der Lebensdurchschnitt bei rund 80 Jahren. Auch bei der Braunkohle ist ein umweltschonender Untertage Abbau möglich und angebracht. Der Untertage Abbau erfordert dazu noch mehr Arbeitsplätze. Der Übertagebau hinterlässt wie ihr wisst eine Mondlandschaft. Im Auftrag vom Kumpel für AUF habe ich den Kontakt mit den Bergleuten hergestellt um sie für ihre Teilnahme für die 2. Internationale Bergarbeiter Konferenz im Februar 2017 in Indien zu gewinnen. In den Gesprächen mit den Bergleuten wurde schnell deutlich das die Arbeiter sich der Umweltproblematik bewusst sind und auch diese verurteilen. In diesem ganzen Gebiet Nordgriechenlands sind das die einzigen Arbeitsplätze. "Das ist aber unser Brot ohne diese Arbeitsplätze werden wir verhungern" sagen alle Menschen in der Region. Die Forderung von Kumpel für AUF für jeden entfallenen Arbeitsplatz im Bergbau sofort gleichwertige Ersatzarbeitsplätze auf Kosten der europäischen Monopole her müssen. Fand großen Anklang und stärkte das gegenseitige Vertrauen. So kann der Kampf um jeden Arbeitsplatz und die drastische Senkung des CO2 Ausstoßes miteinander verbunden werden. Mit der Methode, diese beiden Seiten gegen einander auszuspielen lösen wir weder die ökologische noch die sozialen Fragen. Wenn der Kampf um jeden Arbeitsplatz mit der Forderung nach Schluss mit der Kohleverbrennung verbunden wird, können die Bergleute zur Führenden Kraft im Umweltkampf werden. Zusätzlich zur Umweltproblematik kämpfen die Kumpels derzeit auch gegen der geplanten Vernichtung von Arbeitsplätzen durch die Privatisierung und Ausverkauf der Zipras Regierung. Die weitere Stilllegung der Abbaugebieten in der Region wird die bereits große Armut noch verschlimmern. Ich möchte im Namen von Kumpel für AUF von hier aus heute seine vollste Unterstützung und brüderlicher Solidarität den Bergleuten und ihrer Familie senden und sie wissen lassen das die Bergleute nicht nur in Deutschland sondern Weltweit sich für ihre berechtigte Forderungen einsetzen und Unterstützung erhalten werden. Hoch die internationale Solidarität. Beitrag von Jordanis Georgiou