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Ukraine: Mögliche radioaktive Wasservergiftung

'möglicherweise' stattfindende Flutung des Kohlebergwerks Yunkom in dem Städtchen Jenakiewo in der Ukraine.

Dies soll vom Energieministerium der Volksrepublik Donezk angekündigt worden sein.
Umweltschützer befürchten durch eine "nasse Konservierung" des 40 km von der Stadt
Donezk entfernten, radioaktiv verseuchten Bergwerkes langfristig eine Gefahr für die
Trinkwasserversorgung.

Am 16.9.1979 hatte die sowjetische Armee im Bergwerksschacht Yunkom in 900 m Tiefe
eine atomare Explosion mit einer Sprengkraft von 300 Tonnen TNT ausgelöst. Man wollte
damit ein künstliches Erdbeben auslösen um ein drängendes Methanproblem in den Griff
zu bekommen. Das Methan ließ sich jedoch durch die Sprengung nicht freisetzen.

2001 wurde die Kohleförderung eingestellt, der Schacht jedoch nicht geschlossen.
Mehrere DutzendBergarbeiter, die weiter zu Yunkom auf die Arbeit gingen, stellten sicher,
dass die Pumpen reibungslos funktionierten und ein Ansteigen des Wassers verhindert
werden konnte.

Die 'unabhängige Gewerkschaft der Bergarbeiter der Ukraine" warnt vor der Flutung.
In direkter Nachbarschaft des stillgelegten Schachts Alexander-Sapad sei 1989 ein Lager
mit dem leicht entflammbaren und hoch toxischen Nervengift Mononitrchlorbenzol explodiert,
wobei über 200 Arbeiter so schwer verletzt wurden, dass sie Zeit ihres Lebens Invaliden
bleiben werden.

Das radioaktive Wasser von Yunkom könne sich mit dem chemisch verunreinigten Wasser
vonAlexander-Sapad vereinen.
Diese hochgiftige Brühe könne spätestens nach einem halben Jahr im Fluss Siwerskiyi Donez
ankommen. Dieser gilt als beliebtes Ziel von Anglern.

Dieser Artikel erschien im 'Neuen Deutschland' von 17.4.18

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