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Polen: Grubenexplosion in Südpolen

180507PolenBei einem Unfall in einem Kohlebergwerk in Polen sind zwei Arbeiter ums Leben gekommen. Drei weitere Kumpel sind noch in rund 1000 Metern Tiefe eingeschlossen.

In Polen sind bei einem Grubenunglück mindestens zwei Bergleute ums Leben gekommen. Das erklärte der Betreiber der Kohlemine. Nach wie vor sind drei Kumpel in etwa 1000 Metern Tiefe eingeschlossen. Rettungsmannschaften suchen mit Hochdruck nach einer Möglichkeit, sie zu befreien. Mehr als 200 Einsatzkräfte sind vor Ort.

(Bild: Sputnic/Mikhail Voskressenski)

Rund 200 Rettungskräfte sind an der Suche nach den Vermissten beteiligt.

Zunächst wurden sieben Bergleute vermisst, zwei wurden später lebend gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Ein Arzt habe den Tod der beiden Opfer bestätigt und ihre Identifizierung sei im Gange, sagte der Chef des Kohleunternehmens, Daniel Ozon. Den zuerst aufgefundenen Toten hatte er zunächst als einen 38 Jahre alten Mann beschrieben. Der zweite Kumpel sei einige Stunden später gefunden worden. Er sei in Schutt eingeschlossen gewesen.

Methangas behindert Rettung

In den betroffenen Bereich des Bergwerks werde Sauerstoff gepumpt, um die Konzentration des gefährlichen Methangases zu senken, sagte Ozon.

Nach Angaben der staatlichen Bergbaubehörde war es im Stollen Zofiowka des Bergwerks von Jastrzebie-Zdroj an der tschechischen Grenze bereits am Samstagmittag aus zunächst ungeklärter Ursache zu einer Erschütterung oder einem kleinen Beben in etwa 900 Metern Tiefe gekommen.

Dadurch seien insgesamt sieben Bergleute in darunter liegenden Gängen eingeschlossen worden. Die sofort eingeleitete Rettungsaktion sei durch eine sehr hohe Methankonzentration im Stollen behindert worden, erklärte ein Sprecher der Rettungsmannschaften dem Sender TVN24.
Ministerpräsident und Staatspräsident vor Ort

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und Staatspräsident Andrzej Duda reisten zum Unglücksort. Sie besuchten die Bergleute im Krankenhaus und trafen mit ihren Familien und einigen Rettungskräften zusammen.

Die Behörden leiteten Ermittlungen zu dem Unglück ein.

Die staatliche polnische Bergbaubehörde gab die Stärke des Bebens vom Samstag mit 3,4 an. Nach Angaben des Seismologischen Zentrums Europa-Mittelmeer lag die Stärke bei 4,3.

 (Die Informationen stammen von Tagesschau.de)

Wir erklären allen Betroffenen unser tief empfundenes Mitgefühl und Solidarität und fordern restlose Aufklärung und Entschädigung.