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Tansania: 41 Tage im eingestürztem Schacht

In einer Goldmine in Tansania harrten fünf Bergarbeiter fast sechs Wochen in eingestürztem Schacht aus. Ein Kumpel war unter Tage verstorben. "Wir haben überlebt, indem wir Kakerlaken, Frösche und andere Insekten aßen und schmutziges Wasser tranken, das von oben durchsickerte", sagte der Überlebende Chacha Wambura am Montagabend im staatlichen Fernsehen. Die Kumpel hatten Anfang Oktober in der nordwestlichen Region Shinyanga nahe des Victoria-Sees nach Gold gesucht, als ein Schacht des Bergwerks einstürzte. 20 Bergleute konnten sich retten. Aber die sechs Bergleute wurden eingeschlossen. Sie berichteten, dass sie nicht nur mit Hunger und Durst, sondern auch mit der Dunkelheit in dem etwa hundert Meter tiefen Schacht zu kämpfen hatten. Tansania ist der viertgrößte Gold-Förderer weltweit.

Südafrika: Solidaritätsadresse von MARIKANA

Wir berichteten über den Streik der Bergarbeiter in Südafrika. Dazu wurde uns jetzt eine Solidaritätsadresse von der Deutsch-Südafrikanische Freundschaftsgesellschaft zugesandt, die wir hier dokumentieren:

"Liebe Freunde und Genossen,
Wir haben erfahren, dass ihr seit Sonntag, dem 4. Oktober, im Streik für höhere Löhne steht. Wir wünschen euch viel Kraft, Ausdauer und Erfolg im Kampf um eure Ziele!

In Deutschland, wo die letzten Zechen geschlossen werden sollen, schauen die Arbeiter und ihre Familien auch auf euch. Die Kumpel stehen hier vor der Herausforderung, die Zechenschließungen zu verhindern. Es geht um Arbeitsplätze und unsere Umwelt! Die soll mit Fracking und Giftmülleinlagerungen unter Tage zerstört werden. Lassen wir nicht zu, dass internationale Bergbaukonzerne ihren Profit auf Kosten der Gesundheit von Mensch und Natur steigern.

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Südafrika: Kampf um Lohnerhöhung für die Ausbildung der Kinder

In Südafrika sind 30 000 Steinkohlebergleute am Sonntag, den 4. Oktober für Lohnerhöhungen in den Streik getreten. Die NUM als größte Gewerkschaft hat diese Bewegung initiiert. Bereits seit Wochen gibt es Verhandlungen zwischen der Bergbaukammer und der NUM. Die NUM fordert eine Lohnerhöhung von 12 bis 13% für die Arbeiter, das sind rund 64 Euro pro Monat, während die Arbeitgeber nicht mehr als 20 Euro anbieten. ...
Mit einem erhöhten Lohn von 520 Euro könnten die Bergleute leichter die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren argumentiert die NUM. Betroffen von dem Streik sind die Gesellschaften Glencore, Anglo American und Exxaro Ressources. Insgesamt sind rund 90 000 Menschen im Kohlebergbaus Südafrikas beschäftigt und 94% der Stromerzeugung hängen davon ab. (Radio France International)

Namibia: Bergbauminister verhöhnt Kumpel

Bergbauminister Obeth Kandjoze wirft Kumpel und ihren Gewerkschaften vor, dass sie „überzogene Forderungen und eine übertriebene Gehaltserhöhung" fordern würden. Kandjoze sagt: „Das zeigt, wie unvernünftig wir geworden sind. Wir stellen ständig immer höhere Ansprüche (an die ausländischen Firmen). Aber wir sind es, die diese Firmen nach Namibia einladen".
Sollen die Familien der Kumpel für die Profite ausländischer Firmen verhungern??

Katanga: 12.000 Kinder arbeiten an Bergwerksstandorten

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Nach Aussage der NRO Refed arbeiten 12.000 Kinder an 43 Bergwerksstandorten Katangas, wie am Montag 16. Juni anlässlich des Tags des afrikanischen Kindes das Konsortium Refed mining artisanal enthüllte.
Die Präsidentin dieser NRO, Bernadette Kapend, ruft zur Mobilisierung aller Schichten der Bevölkerung Katangas auf, um die Kinderausbeutung an den Bergwerkstandorten zu beenden.
„Wir müssen alle für das strikte Verbot der Anwesenheit von Kindern und ihrer Verwendung auf den handwerklichen Bergwerksfeldern kämpfen", erklärte sie. Sie hält die Verwendung dieser Kinder in den Bergwerken für eine Verletzung der Rechte des Kindes und „Zerstörung seiner Gesundheit und seines ganzen Lebens".
Bernadette Kapend forderte die ausländischen Betreiber auf, die Ausbeutung von Kindern zu beenden. „Ich fordere von den Ausländern, die in unser Land kommen und Kinder in den Bergwerken einsetzen, diese Praxis zu beenden, da sie einer ganzen Nation Schaden zufügen", fügte sie hinzu.
Der Bergwerksminister der Provinz Katangas, Mumba Gama, hatte die Sache angeprangert. Er hatte die handwerklichen Schürfer aufgefordert, sich anerkannten Kooperativen anzuschließen, um den Niedergang der Schulbildung für die Kinder zu bekämpfen, denn sie verlassen die Schulen, um in den Bergwerken zu arbeiten.
Im Oktober 2012 hatte die Sektion der Unicef für den Schutz des Kindes und die internationale NRO Group One aufgedeckt, dass über 40 000 Kinder unter 16 Jahren in den Steinbrüchen der Bergwerke arbeiten, insbesondere in Kipushi, Kolwezi und Likasi in der Provinz Katanga.