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Deutschland: Dreistes Ultimatum der RAG an die Kumpel

Stell dir vor, du spielst Schach, kannst deinen Gegner in drei Zügen Matt setzen, dann bietet dir dein Gegner Remi an. Jeder normale Mensch greift sich bei so einem Angebot nur an den Kopf. Dasselbe erleben die Bergleute, die gerade im Kampf um ihre Rechte gegen die RAG stehen. Nachdem die RAG vor Gericht in erster und zweiter Instanz verloren hat und die Kündigungen von ca. 150 Bergleuten für unwirksam erklärt wurde, beschimpft sie der RAG-Vorsitzende in der WAZ am 07.01.2021 als „unsolidarisch“.

Kurz darauf wird den klagenden Kumpel ein Vorschlag unterbreitet, sie mögen bitte auf alle ihre Forderungen an die Ruhrkohle AG verzichten. Sie bekommen dafür eine geringe Erhöhung ihrer Abfindung (auf 1,0 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr) und sollen außerdem, statt der ihnen zustehenden vollen Lohnrückzahlung seit ihrer Entlassung nun akzeptieren, dass sie eine Lohn- und Gehaltsbeihilfe 500 €/monatlich brutto bekommen. Ein solches Angebot der RAG ist ein Witz und muss entschieden zurückgewiesen werden. Vor allem die Androhung, dass die Kumpel, falls sie nicht eine Erklärung unterschreiben, auf alle Forderungen an die RAG künftig verzichten sollen, ist eine Art von Erpressung. Es gibt dafür überhaupt keinen Anlass! Natürlich gehört die Ruhrkohle zu den herrschenden Monopolen, aber seit wann muss sie sich nicht an Recht und Gesetz halten? Können sich diese Leute über alle Rechte hinwegsetzen? Alles was der Kumpel bisher erreicht hat, hat er durch Kampf erreicht! Auch die aktuellen Zugeständnisse. Die Ruhrkohle ist voll in der Defensive und steht mit dem Rücken an der Wand. Deshalb muss der Kampf weitergeführt werden. Hinzu kommt, dass die Politik der verbrannten Erde der Ruhrkohle AG nicht nur aus den 150 Entlassungen besteht, sondern auch der Klau des Deputat, die Verseuchung des Trinkwassers mit PCB und 160 Mio Tonnen Ultragiften unter Tage, das Verscherbeln der einst günstigen Bergmannswohnungen an börsennotierte Unternehmen, die horrende Mieten nehmen und nicht zuletzt die verlorenen Arbeitsplätze, für die von der Ruhrkohle AG noch keine gleichwertigen Ersatzarbeitsplätze geschaffen wurden. Dieser, seit zwei Jahren gehende, Kampf gegen die Politik der verbrannten Erde ist noch nicht zu Ende. Die RAG fordert von den Kumpel eine Kapitulation. Das ist eine Provokation! Der Kampf wird weitergehen, bis die Forderungen der Kumpel durchgesetzt sind! Alle, die versuchen, den Kumpel einzureden, sie müssen auf das Angebot der Ruhrkohle AG eingehen, sonst würden sie gar nichts bekommen, machen den Kumpels etwas vor. Die Kumpels haben überhaupt keinen Grund, auf irgendetwas zu verzichten.   Wir rufen alle auf: Diskutiert das breit unter den Kumpel und Familien! Solidarisiert euch mit dem Kampf der Kumpel! Macht das zum Thema der Montagsdemos am 08.02.2021! Stärkt die kämpferische Bergarbeiterbewegung!   Glück auf! Zentraler Koordinierungsausschuss von Kumpel für AUF