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Profitgier des internationalen Finanzkapitals bedroht UNESCO-Weltnaturerbe-Stätte

Eine Studie der Umweltschutzorganisation WWF deckt auf, dass durch den gnadenlosen Raubbau an Bodenschätzen, aber auch durch Überfischung und Abholzung beinahe jede zweite UNESCO-Weltnaturerbe-Stätte gefährdet ist. Von 229 Weltnaturerbegebiete sind 114 direkt bedroht. In der Studie wird die Bedrohung das vor Australien gelegene Great Barrier Reef sowie Nationalparks in Spanien und in Afrika genannt. Sie werden durch den Raubbau an Bodenschätzen durch internationale Bergbaumonopole bedroh. Aber auch die Ölförderung in der Nordsee bedroht das Wattenmeer vor unserer Küste. Als besonders dramatisch wird die Lage im südlichen Afrika eingeschätzt. Denn dort seien 71 Prozent der Gebiete bedroht durch Bergbau- und Ölförderlizenzen in der Nähe von Naturerbestätten.

Auch die alte Inka-Stadt Machu Picchu in Peru ist laut WWF durch Abholzung bedroht ist. Coltanabbau in der Demokratischen Republik Kongo zerstört den Lebensraum von Gorillas. Coltan wird für die Herstellung von Handys und anderen elektronischen Geräten benötigt. Viele der Coltan-Minen befinden sich nach Angaben der Natur- und Artenschutzorganisation innerhalb der abgelegenen Lebensräume der Gorillas. Die Weltnaturerbestätten hätten nicht nur einen "außergewöhnlichen universellen Wert", so der WWF, sie seien auch für elf Millionen Menschen eine Lebensgrundlage. Denn sie liefern Trinkwasser und sichern Arbeitsplätze sichern. Nachhaltiger Bergbau in Einheit mit der Natur wird auf der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz vom 2. Februar bis 5 . Februar 2017 in Ramagundam/Godavari Khani in Telegana/Indien ein wichtiges Thema sein, das die Delegationen der Bergleute aus aller Welt beraten.