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Würdiges und zukunftsgewandtes Gedenken zur Roten Ruhrarmee in Marl (Artikel), Gelsenkirchen, Herne

Heute fand am sogenannten „Spartakistengrab“ bei Marl die jährliche Gedenkfeier für die Freiheitskämpfer statt. Hier ruhen seit 101 Jahren 34 ermordete Arbeiter, überwiegend Bergleute und Stahlarbeiter. An ihnen hatten Freikorpssöldner und Reichswehrtruppen blutige Rache dafür genommen, dass die Rote Ruhrarmee mit einem bewaffneten Aufstand den faschistischen Kapp-Putsch niedergeschlagen und die Zukunft in die eigenen Hände genommen hatte.

Andreas Tadysiak, Hauptkoordinator der Internationalen Bergarbeiterkonferenz, schlug in seiner Ansprache einen Bogen zu den heute erbitterten Kämpfen von Bergleuten auf der ganzen Welt und gegen die Politik der verbrannten Erde durch die RAG im Ruhrgebiet. Ein Sprecher der MLPD zog Lehren für den Aufbau einer internationalen Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg. Eine Bergarbeiterfrau würdigte die zukunftsweisende Rolle der Frauen in diesem Freiheitskampf. Der Jugendverband REBELL legte im Namen aller Teilnehmer einen Kranz nieder. Ein gemeinsames Anliegen war, dass der Antikommunismus in all seinen Schattierungen keine Chance haben darf. In diesem Sinne wurde begrüßt, dass nach mehrjähriger Auseinandersetzung der Regionalverband Ruhr jetzt eine Tafel aufgestellt hat, die über dieses „Arbeitergrab“ als Gedenkstätte für Revolutionäre informiert. Mit der heutigen Feier wurde auch die neue Tafel würdig eingeweiht. Abgeschlossen wurde das Gedenken mit dem Vortrag des Partisanenlieds der französischen Resistance gegen die Hitler-Faschisten.