Deutschland: Klage gegen Grubenwassereinleitung der RAG vom Landesverband Bergbaubetroffener
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- Veröffentlicht: Montag, 19. Dezember 2022 12:33
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Werte Gäste auf der Tribüne, meine Damen und Herren, werter Herr Bürgermeister, wie in der Präambel des hier zur Abstimmung stehenden Vertrags zur „Übernahme abwassertechnischer Anlagen der Ruhrkohle AG durch den SEB“ richtig festgestellt wird, ist Bergkamen vom jahrzehntelangen untertägigen Steinkohlebergbau gezeichnet und geprägt. Seit 1879 förderten tausende Bergleute – zuletzt 80.000 - für die einstige Ruhrkohle AG und ihre Vorgänger etwa 305 Mio. t Kohle zu Tage. Das ist Geschichte.
Was ist “Green Fracking” oder “Bio Fracking”? Für das geplante Fracking im Weinviertel wird immer wieder ein Verfahren genannt, das unter dem irreführenden Namen “Green Fracking” oder “Bio Fracking” beworben wird. Damit soll der Eindruck entstehen, dass diese Art der Gasgewinnung umweltfreundlich sei. Ökologisches Fracking gibt es aber nicht. Hinter dem Schlagwort “Green Fracking” verbirgt sich ein Verfahren, dass bereits vor über 10 Jahren an der Montanuniversität Leoben entwickelt wurde.
Liebe Freundinnen und Freunde, der hier verlinkte Artikel auf "Lokalkompass" befasst sich mit der systematischen Vergiftung unserer Flüsse mit Schadstoffen und Salzfrachten hochbelasteten Gruben- und Lagerstättenwässer. Schlagzeilen machte gerade die Einleitung von Abwasser aus der Erdgasförderung von Wintershall DEA in die frisch renaturierte Emscher.
Wir begrüßen es, dass die ICOR eine solche Solidaritätskampagne beschlossen hat und möchten gerne über diese wichtige Kampagne informieren: Im Iran entfaltet sich in über 190 Städten ein landesweiter Arbeiter- und Volksaufstand gegen das faschistische Mullah-Regime."Kein Kampf darf je alleine bleiben" hat sich die ICOR auf die Fahnen geschrieben und das ist auch das Anliegen der internationalen Bergarbeiterkoordinierung.
Am 4. Dezember haben die Bergleute in Polen ihren Feiertag, den Barbóra oder Barbaratag. Das Thema Bergarbeitergehalt ist oft umstritten. Die einen meinen, sie würden zu viel bekommen, während andere sagen, sie müssten viel mehr bezahlt bekommen, wenn sie unter solch schädlichen und gefährlichen Umständen arbeiten. Ein Bergmann, der unter der Erde arbeitet, bekommt durchschnittlich 4354 Zloty (928 Euro). Das niedrigste Gehalt beträgt 3479 Zloty (742,12 Euro).
Die britische Regierung hat den Bau einer Kohlemine in der nordenglischen Grafschaft Cumbria genehmigt. Sie soll Koks für die Stahlindustrie des Landes produzieren. Seit mehr als dreißig Jahren soll wieder Kohle abgebaut werden. Die Mine soll von der Firma West Cumbria Mining Ltd. in der Hafenstadt Whitehaven betrieben werden und es sollen angeblich 500 Arbeitsplätze geschaffen werden.
Der Bergbau- und Rohstoffkonzern Glencore hat seine Pläne für eine riesige Kohlemine im australischen Bundesstaat Queensland aufgegeben. Der Abbau in der Valeria-Tagebaumine hätte 2024 beginnen sollen. Als Grund gibt der Konzern globale Unsicherheiten an. Glencore betreibt 26 Kohleminen, die meisten davon in Australien. In der Valeria-Mine wären gemäß früheren Plänen jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Kohle gefördert worden. Und das rund 35 Jahre lang.
Bei einer Methangasexplosion sind in der Stadt Sawahlunto 10 Kumpel ums Leben gekommen. Vier Kumpel überlebten das Unglück mit schweren Verbrennungen. Die Stadt Sawahlunto in der Provinz Sumatra Barat wurde im 19. Jahrhundert von den niederländischen Kolonialherren zum Kohleabbau errichtet.
Noch dieses Jahr sollen die Gemeinden von Dinslaken, Voerde und Hünxe dem Bau einer 14,5 Kilometer langen Trasse zur Einleitung der Grubenwässer in den Rhein zustimmen. Die jeweiligen parlamentarischen Vertretungen dürfen noch ihr Ja abnicken. Sie dürfen nicht darüber entscheiden, welche Wasserqualität durch die Rohre fließen soll. Sie haben keinen Einblick darüber, auf welche Steuergelder künftig zugegriffen wird.